Der demografische Wandel und die Altenpflege - zwei Modellvorhaben zeigen wie es geht

Zwei Ansätze zur Entwicklung einer alternsgerechten Arbeit in der beruflichen Pflege stellt Ulrike Rösler, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, in einem Beitrag der Zeitschrift "Informationsdienst Altersfragen" vor.

Aus der steigenden durchschnittlichen Lebenserwartung resultiert einerseits eine längere Zeit der Pflegebedürftigkeit für ältere Menschen. Zum anderen werden auch die Pflegenden selbst älter und arbeiten länger. Daher müssten Strategien entwickelt werden, die den erhöhten Pflegebedarf mit den personellen Veränderungen vereinbaren, so die Autorin. Alternsgerechte Arbeitsplätze müssten in diesem Bereich geschaffen werden, um einen hohen Krankenstand und immense Fluktuation an Personal zu verhindern.

Das Modell "Demografiefeste Arbeitsplätze in der Altenpflege" wurde vom Zentrum Demografischer Wandel an der Technischen Universität Dresden entwickelt. Es geht von der Frage aus, wie Leitungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einer alternsgerechten Arbeit in der Pflege beitragen können. Das Modell ermöglicht es Einrichtungen der Altenpflege, ein Bewusstsein für demografiebedingte Prozesse im eigenen Haus zu entwickeln und Handlungsbedarf zu erkennen.

Beim Modellvorhaben "Demenz - Organisation - Selbstpflege" der Demenz Support Stuttgart gGmbH rückt das Pflegepersonal selbst in den Fokus. Es geht von der Erkenntnis aus, dass die Arbeitszufriedenheit der Pflegenden und das Wohlergehen der Pflegebedürftigen engem Zusammenhang stehen. Angeboten wird ein Interventionskonzept zur demenzspezifischen Qualifizierung und Prozessbegleitung für Pflegende in stationären Altenhilfeeinrichtungen.


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