Renten-Studie | Altersarmut bekämpfen, wo sie entsteht: am Arbeitsmarkt

Die Politikwissenschaftlerin der Freien Universität Berlin Prof. Dr. Barbara Riedmüller hat gemeinsam mit Ulrike Schmalreck, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, die Studie "Die Lebens- und Erwerbsverläufe von Frauen im mittleren Lebensalter - Wandel und rentenpolitische Implikation" vorgestellt. Untersucht werden die Lebens- und Erwerbsverläufe von Frauen der geburtenstarken Jahrgänge 1962 bis 1966, der sogenannten Babyboomerinnen in Ost- und Westdeutschland. Aufgezeigt wird, welche Faktoren eine eigenständige Alterssicherung der Frauen begünstigen und welche ihr entgegenstehen.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Obwohl sie besser ausgebildet und stärker ins Berufsleben eingebunden sind als Vertreterinnen vorheriger Generationen, droht diesen Frauen dennoch Altersarmut. Die Autorinnen analysieren in der Studie die aktuell von Volksparteien und gesellschaftlichen Organisationen diskutierten Reformvorhaben zur Bekämpfung von Altersarmut. "Es gibt genügend Frauen für den Bedarf auf dem Arbeitsmarkt", sagt Barbara Riedmüller, "man muss sie nur gewinnen."

Barbara Riedmüller/ Ulrike Schmalreck: Die Lebens- und Erwerbsverläufe von Frauen im mittleren Lebensalter - Wandel und rentenpolitische Implikation, Berlin, Januar 2012, Projekt gefördert vom Forschungsnetzwerk Alterssicherung der Deutschen Rentenversicherung Bund


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