Pflege

Mit der steigenden Lebenserwartung von Frauen und Männern steigt auch die Zahl der hilfe- und pflegebedürftiger Menschen - vor allem der Frauen. In Niedersachsen gibt es etwa 220.000 pflegebedürftige Menschen; 70 Prozent von ihnen werden zu Hause gepflegt. Pflegebedürftige Männer werden im höheren Alter eher von ihren Ehefrauen versorgt, während die älteren Frauen weniger auf Pflege durch ihren Ehemann zurückgreifen können.

Einerseits steigt die Zahl der Pflegebedürftigen von 2005 bis 2030 um 58%. Die Zahl der potenziellen, vor allem weiblichen Pflegekräfte, wird allerdings abnehmen; bedingt durch rückläufige Geburtenraten und Veränderungen der Familienstrukturen. Wachsende Scheidungs- und Trennungsquoten in allen Altersgruppen und sinkende Wiederverheiratungshäufigkeit lassen erwarten, dass sich auch der Familienstand älterer
Menschen langfristig hin zu einem wachsenden Anteil Geschiedener, Verwitweter und Nicht-Verheirateter entwickeln wird. Folglich wird der Anteil der Älteren zunehmen, die außerhalb der eigenen Kernfamilie leben und über kein oder nur ein sehr geringes familiäres Unterstützungspotenzial verfügen.



INITIATIVE

Pflegebörse

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen (HAWK) veranstaltete eine Infobörse unter dem Titel "Verantwortung gemeinsam tragen - Pflege von Angehörigen". In Vorträgen und Workshops wurden zum einen Themen rund um Probleme und Bedürfnisse von Beschäftigten und Studierenden mit pflegebedürftigen Angehörigen aufgegriffen. Zum anderen bot die Pflegebörse die Möglichkeit, sich an Ständen zu informieren, von Fachleuten beraten zu lassen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Und: In Alterssimulationsanzügen konnte die Erlebniswelt älterer Menschen erfahren werden. Mit der Pflegebörse wurden somit eine Auseinandersetzung mit dem Thema gefördert und Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt. Informationen zur Pflegebörse auf der Website der HAWK.


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