Altersentwicklung

Wir werden älter: Die Lebenserwartung steigt stetig und unaufhörlich. Vor hundert Jahren betrug die durchschnittliche Lebenserwartung 45 Jahre. Heute liegt sie bei 76 Jahren für den neugeborenen Jungen und bei 82 Jahren für das neugeborene Mädchen und steigt jährlich um drei Monate. Damit erhöhte sich im 20. Jahrhundert in Deutschland die Lebenserwartung um etwa 30 Jahre. Nach neuesten Prognosen wird ein im Jahr 2010 geborenes Baby mit mindestens 50 prozentiger Wahrscheinlichkeit hundert Jahre alt. Vor 35 Jahren gab es in Deutschland 265 Hundertjährige; heute leben hier etwa 10.000 Personen mit dreistelligem Geburtstag. (2006 waren davon 385 Menschen 105 und älter.) Im Jahre 2025 werden es voraussichtlich 44.000 sein, im Jahre 2050 rechnet man in Deutschland mit rund 115.000.

Fazit der 12. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes:

  • Die Bevölkerungszahl (in Deutschland) wird von heute 82 Millionen auf 65 bis 70 Millionen im Jahr 2060 zurückgehen.
    2060 werden über 500.000 mehr Menschen sterben, als Kinder geboren werden.
  • 2060 wird es fast so viele 80-Jährige und Ältere geben wie unter 20-Jährige.
  • 65 Jahre oder älter ist heute jeder Fünfte, 2060 wird es jeder Dritte sein.
  • Die Bevölkerung im Erwerbsalter wird besonders rapide im kommenden Jahrzehnt altern: Von den 20- bis 64-Jährigen insgesamt werden um das Jahr 2020 40% zwischen 50 und 64 Jahre alt sein.
  • Die Bevölkerung im Erwerbsalter von 20 bis 64 Jahren wird von heute 50 Millionen auf 33 bis 36 Millionen im Jahr 2060 zurückgehen.
  • 2060 werden etwa doppelt so viele Personen im Rentenalter auf 100 Personen im Erwerbsalter entfallen wie heute.


Lag das Durchschnittsalter in Niedersachsen Ende 2005 noch bei 42,1 Jahren, so wird es sich bis 2050 voraussichtlich um gut 7,5 Jahre auf 49,7 erhöhen. Schon im Jahr 2020 wird jede und jeder zweite Wahlberechtigte über 50 Jahre sein- und damit wird diese Altersgruppe über die strukturelle Mehrheit bei Wahlen verfügen. Im Jahr 2010 lebten in Deutschland etwa 20 Millionen über 60- Jährige, und etwas weniger unter 25 Jahre. Während die Gruppe der über 60-Jährigen bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent auf rund 28 Millionen ansteigen wird, wird die der unter 25-Jährigen um rund 20 Prozent auf etwa 16 Millionen sinken.

Fazit: Der Anteil der jüngeren Menschen wird unumkehrbar weniger, der Anteil der älteren Frauen und Männer steigt unumkehrbar an. Veränderungen in der Altersstruktur sind auch in Niedersachsen zu erwarten: Weniger Kinder und Jugendliche, sowie Erwerbstätige und ein Anstieg der über 80-Jährigen.


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