Soziale Benachteiligung

Die Einkommens- und Vermögenssituation älterer Menschen war in Deutschland noch nie so gut wie heute. Doch soziale Ungleichheiten im jüngeren Lebensalter setzen sich auch im Alter fort. Vor allem für bestimmte soziale Schichten und für Frauen besteht in der Altersphase die Gefahr der sozialen Benachteiligung und der Altersarmut.


Eigenstänige Altersicherung von FrauenEigenständige Alterssicherung von Frauen

Die Expertise widmet sich dem geringeren Rentenniveau von Frauen im Vergleich zu Männern. Dabei macht sich das Fehlen einer eigenständigen Alterssicherung von Frauen besonders bemerkbar. Was muss getan werden, damit sich diese Situation ändert?

Es werden die Rentenreformen im Hinblick auf die Alterseinkommen zwischen Witwenrente und eigenständiger Sicherung betrachtet. Deutlich wird, die Familienarbeit der Frau wird honoriert, jedoch auf niedrigem Niveau. Zudem werden die aktuelle Lebens- und Erwerbssituation von Frauen dargestellt und Entwicklungstendenzen aufgezeigt. Es folgt eine aktuelle Bestandsaufnahme der Alterseinkommen und frauenspezifische Risiken der Altersarmut. Schließlich werden Empfehlungen und Vorschläge für die Arbeit zwischen Beruf und Familie und die Alterssicherung der Frau gegeben.

Es wird resümiert: Der Arbeitsmarktpolitik kommt eine Schlüsselrolle zu. Weil Frauen z. B. aufgrund von Kindererziehungs- und Pflegezeiten ihre Erwerbstätigkeit häufig unterbrechen. Hinzu kommt, dass sie oft einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, in Niedriglohnbereichen arbeiten und als Teilzeitbeschäftigte tätig sind. Diese arbeitsmarktpolitischen Probleme führen bei Frauen zu geringeren Renteneinkommen als bei Männern.
Aber auch entsprechende rentenpolitische Maßnahmen müssen ergriffen werden. Eine eigenständige Absicherung der Frauen nutzt nur, wenn durch entsprechende rentenpolitische Maßnahmen das Niveau der Absicherung existenzsichernd ist und vor Altersarmut schützt.

Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Eigenständige Alterssicherung von Frauen – Bestandsaufnahme und Handlungsbedarf, (WISO Diskurs), Barbara Riedmüller/ Ulrike Schmalreck (Autorinnen), Bonn, April 2011.


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