Armutsgefährdung | Ältere Frauen deutlich schlechter gestellt als ältere Männer

Gemessen an der Armutsgefährdungsquote nehmen ältere Frauen eine deutlich schlechtere Position ein als ältere Männer. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, liegt bei Frauen ab 65 Jahren die Armutsgefährdung mit 15,9 % nur wenig niedriger als beim Gesamtdurchschnitt der Frauen (16,4 %). Ältere Männer schneiden mit einem Anteil von 12,1 % Armutsgefährdeten im Vergleich zu 14,9 % bei allen Männern in Deutschland deutlich besser ab.


Unter den Älteren treten somit geschlechterspezifische Unterschiede, die auch in der Gesamtbevölkerung bestehen, verstärkt auf. Die höhere Lebenserwartung von Frauen in Verbindung mit ihrer geringeren Erwerbstätigkeit in früheren Jahren wirkt sich hier vermutlich aus: Viele Frauen, gerade aus älteren Generationen, haben kleinere Rentenansprüche als gleichaltrige Männer erworben. Gleichzeitig überleben überdurchschnittlich viele von ihnen ihre Lebenspartner, womit zumindest ein Teil ihrer Versorgung wegfällt.


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