Niedersächsisches Programm zur Stärkung der ambulanten Pflege im ländlichen Raum

Die niedersächsische Landesregierung hat zum 1. Juli 2016 ein dreijähriges Förderprogramm zur strukturellen Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen in der ambulanten Pflege im ländlichen Raum gestartet. Damit sollen Projekte zur bedarfsgerechten Bereitstellung ambulanter Dienstleistungen finanziell gefördert werden.


Mit dem umfänglichen Förderprogramm von mehr als sechs Millionen Euro pro Jahr sollen möglichst viele Pflegedienste zukunftsweisende Maßnahmen umsetzen können, für die zusätzliche Finanzmittel erforderlich sind. Zur Förderung gut umsetzbarer Projekte bietet das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Fachberatung, Fortbildungsangebote, eine Übersicht über beispielgebende Projekte und Informationen an.


Gefördert werden können Projekte von privat-gewerblichen und freigemeinnützigen Trägern von ambulanten Pflegeeinrichtungen mit Sitz Niedersachsen, deren Pflegestandorte außerhalb der Städte im ländlichen Raum liegen. Die Höhe der Zuwendung beläuft sich auf maximal 45.000 Euro im Kalenderjahr.


Die Förderschwerpunkte sind


  • Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen: Hier kann beispielsweise die Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung und Einführung von arbeitnehmerfreundlichen Arbeitszeitmodellen, zur Fort- und Weiterbildung, zur Verbesserung des Führungsverhaltens und der betriebswirtschaftlichen Bedingungen sowie zur Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements beantragt werden.
  • Kooperation und Vernetzung: Mögliche Förderprojekte sind Initiativen zum Aufbau von Vernetzungsstrukturen und zur Verbesserung von Kooperationen auf den unterschiedlichen Ebenen, beispielsweise auch solche, die im Sinne der Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf zur Optimierung ihrer Gesamtversorgung beitragen können.
  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Pflegekräfte: Hier können beispielsweise Projekte zur betrieblichen Organisation von Betreuungsmöglichkeiten sowohl für Kinder als auch für hilfsbedürftige, ältere Familienmitglieder oder auch die Umsetzung von familienfreundlichen Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsmodellen gefördert werden.
  • Einführung von technischen und EDV-basierten Systemen: Förderfähig sind beispielsweise technische Unterstützungssysteme im häuslichen Umfeld der Kundinnen und Kunden sowie EDV-gestützte Maßnahmen zur Optimierung von Organisationsabläufen in Pflegediensten.


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