Auswirkungen des demographischen Wandels auf die soziale Infrastruktur

Eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) aus dem Jahr 2011 hat ermittelt, wie sich die Bevölkerungsentwicklung auf die Auslastung von Schulen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen auswirkt. Ergebnis: Während in der schulischen Bildung die Nachfrage sinkt, steigt sie in den Bereichen Gesundheit und Pflege.

Gerade in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten nimmt dabei der Druck auf das Standortnetz zu. Schulschließungen vor allem in der Sekundarstufe II werden zu deutlich längeren Fahrzeiten führen. Das Standortnetz an Gymnasien und Gesamtschulen ist längst nicht so dicht wie das der Grundschulen.

In den Bereichen Gesundheit und Pflege ist für die Versorgung der Bevölkerung eine schnelle Erreichbarkeit der Krankenhäuser entscheidend. Das nächste Krankenhaus ist für fast drei Viertel der Bevölkerung innerhalb von 10 Minuten erreichbar, für 97,5 Prozent innerhalb von 20 Minuten. Die Schließung von Standorten würde jedoch die Versorgungs- und Erreichbarkeitssituation in vielen Regionen erheblich einschränken.
Zudem wird die Zahl der Pflegefälle vor allem in Westdeutschland im Umland der Großstädte sowie im Umland von Berlin zunehmen. Dies ist eine Folge der massiven Wanderungsgewinne dieser suburbanen Gebiete durch Familien in der Vergangenheit.


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