Vielfalt statt Gleichwertigkeit

Problematische Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Infrastruktur ländlicher Räume stellt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (BIB) in Zusammenarbeit mit dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in einer Broschüre dar. Neben der Analyse werden Lösungswege aufgezeigt, wie sich Regionen, die einer Schrumpfung unterliegen, anpassen können und müssen.

Im Bereich der Daseinsvorsorge werden die Chancen für nachhaltige Raumentwicklung in verschiedenen Bereichen behandelt. Was bedeutet der Bevölkerungsrückgang für den Ausbau erneuerbarer Energien? Werden Kommunen bei der Bereitstellung von Wasserinfrastruktur in die Kostenfalle getrieben? Wie kann Mobilität im ländlichen Raum gesichert werden und welche Zukunft haben soziale Dienstleistungen dort?

In den abschließenden Handlungsempfehlungen vertritt das Autorenteam die Auffassung, dass nicht in allen Regionen Deutschlands die gleichen Standards bei den Lebensbedingungen gelten können. Ziel sollte es vielmehr sein, dass sich betroffene Regionen - unter Berücksichtigung der Kosten - an den Bevölkerungsschwund anpassen. Unterschiedliche demografische Entwicklungen erforderten angepasste, rechtlich unterschiedliche Versorgungsstandards.


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