Niedersachsen | Bis 2060 sinkt die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner um bis zu 20 Prozent

Niedersachsens Bevölkerungszahl wird nach heutigen Daten bis Ende 2060 von zurzeit 7,79 Mio. auf 6,68 Mio. oder sogar 6,22 Mio. zurückgehen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, wird die Stärke der Zuwanderung das Ergebnis maßgeblich beeinflussen. Diese Zahlen sind das Ergebnis der 13. zwischen den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung. Entsprechende Daten liegen jetzt für alle Länder vor.


Berechnet wurden zwei Varianten, die sich nur hinsichtlich der Annahmen zur Zuwanderung unterscheiden: In der ersten Variante (Ergebnis 6,22 Mio.) wird angenommen, dass das Wanderungssaldo bei 100.000 Personen für Deutschland liegt. In der zweiten Variante (Ergebnis 6,68 Mio.) wird von einem Wanderungssaldo für Deutschland von 200.000 Personen ausgegangen. Beiden Varianten liegen folgende Annahmen zugrunde: Die zusammengefasste Geburtenziffer bleibt annähernd konstant bei 1,4 Kindern je Frau. Die Lebenserwartung Neugeborener wird bis zum Jahr 2060 für Jungen bei 84,8 Jahre und für Mädchen auf 88,8 Jahre zunehmen.


Die Veränderung der Altersstruktur wird sich weiterhin stark fortsetzen. In Niedersachsen ist von zunehmend weniger jungen Leuten und weniger Erwerbsfähigen (20 - 65 Jahre), dafür aber wesentlich mehr Älteren auszugehen. Der Anteil der Hochbetagten (80 Jahre und älter) an der Gesamtbevölkerung wird sich mehr als verdoppeln.


Laut der - ungünstigeren - Variante 1 wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis unter 20 Jahren bis 2060 von derzeit 1,49 Mio. auf 1,01 Mio. abnehmen (-32 Prozent). Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird von 19,1 Prozent auf 16,2 Prozent sinken. Ebenso wird sich die Zahl der Erwerbsfähigen im Alter von 20 bis unter 65 Jahren von heute 4,65 Mio. auf 3,14 Mio. Ende 2060 verringern (-32 Prozent). Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird von 60 Prozent auf 50,5 Prozent sinken. Dagegen wird die Zahl der Älteren, das sind Personen ab 65 Jahre, von gegenwärtig 1,65 Mio. auf 2,07 Mio. steigen (+25 Prozent). Deren Anteil an der Gesamtbevölkerung wird von 21,2 Prozent über 32,1 Prozent (2040) auf 33,3 Prozent (2060) wachsen.


<< zurück