Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung bis 2060

Ein Bevölkerungsrückgang ist in Deutschland auf lange Sicht unvermeidbar. Das zeigt die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung bis zum Jahr 2060, die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) vorgestellt wurde. Die Bevölkerungszahl von 80,8 Millionen Menschen im Jahr 2013 wird je nach Ausmaß der angenommenen Nettozuwanderung voraussichtlich noch 5 bis 7 Jahre steigen und anschließend abnehmen. Im Jahr 2060 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner 67,6 Millionen bei schwächerer Zuwanderung und 73,1 Millionen bei stärkerer Zuwanderung betragen.


Langfristige Bevölkerungsvorausberechnungen zeigen, wie sich die Bevölkerung und deren Struktur unter bestimmten Annahmen verändern würden. Die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung stellt insgesamt acht Varianten dar. Die beiden Varianten "Kontinuität bei schwächerer Zuwanderung" und "Kontinuität bei stärkerer Zuwanderung" beschreiben beispielsweise die Entwicklung bis 2060 unter den Annahmen einer durchschnittlichen jährlichen Geburtenrate von 1,4 Kindern je Frau bei einem steigenden durchschnittlichen Alter der Frau bei der Geburt des Kindes, eines Anstiegs der Lebenserwartung um 7 (Männer) beziehungsweise 6 Jahre (Frauen) und unter zwei unterschiedlichen Entwicklungen der Nettozuwanderung.


Besonders stark wird die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schrumpfen. Ebenso zurückgehen wird die jüngere Bevölkerung im Alter unter 20 Jahren von gegenwärtig 15 Millionen auf 11 beziehungsweise 12 Millionen im Jahr 2060. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird dabei von 18 % auf 16 % zurückgehen.


Dagegen wird die Anzahl der Menschen im Alter ab 65 Jahren weiter steigen. Besonders stark wird diese Altersgruppe in den nächsten 20 Jahren wachsen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge sukzessive in dieses Alter aufrücken. Im Jahr 2060 wird die Anzahl der ab 65-Jährigen 22 bis 23 Millionen betragen. Während derzeit jede fünfte Person dieser Altersgruppe angehört (2013: 21 %) wird es 2060 jeder dritte sein (2060: 32 % beziehungsweise 33 %).


Die demografische Alterung schlägt sich besonders deutlich in den Zahlen der Hochbetagten nieder. Im Jahr 2013 lebten 4,4 Millionen 80-Jährige und Ältere in Deutschland. Ihre Anzahl wird 2060 mit insgesamt 9 Millionen etwa doppelt so hoch sein wie heute. Der Anteil der Hochaltrigen an der Gesamtbevölkerung betrug 2013 rund 5 %, bis 2060 wird er auf 12 % beziehungsweise 13 % zunehmen. Vier von zehn Menschen im Alter ab 65 Jahren werden dann 80 Jahre und älter sein.


Eine anschauliche Darstellung der Bevölkerungsvorausberechnung in vier verschiedenen Varianten bietet die animierte Bevölkerungspyramide im Internetangebot von Destatis unter www.destatis.de/bevoelkerungspyramide


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Quelle: Destatis


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