Informationen zum Thema

In vielen wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bereichen wird die Diskussion von der zukünftigen demografischen Entwicklung bestimmt. Die Kommunen stehen durch den demografischen Wandel vor der Herausforderung aber auch Chance einer Neuorientierung. Mit dem Rückgang der Geburtenrate wird die Bedeutung einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie bewusst, mit dem Fachkräftemangel wird die bisherige Vergeudung von Potential von Frauen für den Arbeitsmarkt offenbar. Die wachsende Zahl älterer Menschen ist überwiegend weiblich und unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht, bei Einkommen, Mobilität oder sozialer Vernetzung von Männern. Hier knüpft das Aktionsprogramm an.

Die Bewältigung des demografischen Wandels kann gelingen, wenn auch die Integration der Geschlechter- und damit die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten thematisiert und aktiv gestaltet werden. Für das Aktionsprogramm des Landes soll dies im Vordergrund stehen. Unter dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit auf kommunaler Ebene wurden unter Berücksichtigung der Querschnittsthemen Integration, bürgerschaftliches Engagement und Vereinbarkeit von Familie und Beruf inhaltliche Schwerpunkte festgelegt. Dazu gehören die Themenfelder:

  • Frauen und Arbeitsmarkt
  • Frauen im Alter
  • Frauen und Infrastruktur

Weniger Kinder pro Mann als pro Frau

Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock hat erstmals Geburtenraten für Männer in Deutschland vorgelegt. Demnach lag die durchschnittliche Zahl der Kinder pro Mann seit 1991 in jedem Jahr unter der Zahl der Kinder pro Frau. Im Jahr 2013 (jüngste verfügbare Daten) betrug die Rate der Männer 1,35 und die der Frauen 1,42. Im Osten war der Abstand der Männer- zur Frauen-Rate in etwa doppelt so groß wie im Westen. (20.12.2016) mehr >>

3. Demografiekongress der Landesregierung

Beim 3. Demografiekongress der Landesregierung mit dem Titel "Zukunft vor Ort gemeinsam gestalten" in Hannover hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil den demografischen Wandel als eine der weiterhin zentralen Herausforderungen für das Land bezeichnet. Der niedersächsische Ansatz, gemeinsam mit möglichst vielen Partnerinnen und Partnern Modelle für die Zukunft umzusetzen, sei wesentlicher Teil der Demografiestrategie des Landes. (24.10.16) mehr >>

26. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK)

Unter dem Vorsitz von Niedersachsens Sozial- und Gleichstellungsministerin Cornelia Rundt fand am 15. und 16. Juni 2016 die 26. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister sowie -senatorinnen und -senatoren der Länder in Hannover statt. Die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren haben sich in ihrem Leitantrag mit den Vorstellungen der jungen Generation für ihre geschlechtergerechte Zukunft und mit jungen Feministinnen befasst. Ministerin Cornelia Rundt: "Die Frauen- und Gleichstellungspolitik in Deutschland aktiv und modern zu gestalten, ist ein ausgesprochen aktuelles und gesellschaftlich drängendes Thema. Auch mit Blick auf die Zuwanderung muss unser Handeln mit unseren Wertvorstellungen übereinstimmen. Wir müssen beweisen, dass wir die Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland auch leben." mehr >>

Bevölkerungszunahme durch hohe Zuwanderung

Im Jahr 2015 nahm nach ersten Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes die Gesamtbevölkerung Deutschlands im Vergleich zum Vorjahr um 978.000 Personen (+ 1,2 %) zu und lag am Jahresende bei 82,2 Millionen. Das ist der höchste Bevölkerungszuwachs seit 1992. Die Bevölkerungszunahme im Jahr 2015 resultiert aus dem hohen Wanderungsüberschuss. Ende 2015 lebten 8,7 Millionen ausländische Staatsbürgerinnen und -bürger in Deutschland (+ 14,7 % gegenüber dem Vorjahr). Der Ausländeranteil (Zahl der Ausländerinnen und Ausländer je 100 Einwohner) erhöhte sich von 9,3 im Jahr 2014 auf 10,5 im Jahr 2015. www.destatis.de

Mehrgenerationenhaushalte gehen zurück

Die Zahl der Haushalte mit drei oder mehr Generationen ist in Deutschland zwischen 1995 und 2015 von 351.000 auf 209.000 zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von 40,5%. Von 1995 bis 2015 sank die Zahl der Haushalte, in denen die mittlere Generation mit ledigen Kindern lebte, von 12,8 Millionen auf 11,0 Millionen. In 266.000 Haushalten lebte im Jahr 2015 die mittlere Generation mit den Eltern zusammen. Auch hier ist über den Zeitraum von 20 Jahren ein Rückgang von 17,9% zu verzeichnen. Ausgangspunkt dieser Ergebnisse aus dem Mikrozensus 2015 ist das Zusammenleben einer mittleren Generation mit ledigen Kindern und/oder Eltern in einem Haushalt mit gemeinsamer Haushaltskasse. Statistisches Bundesamt, www.destatis.de. mehr >>

Ältere Menschen in Deutschland und der EU

Aeltere-Menschen-2016_DestatisDas Statistische Bundesamt (Destatis) hat Daten zu älteren Menschen in Deutschland und der EU ausgewertet und in einer vom Bundesfamilienministerium geförderten Broschüre "Ältere Menschen in Deutschland und der EU 2016" zusammengefasst. Die Zahlen geben einen Einblick in die Lebenswelt von Seniorinnen und Senioren in Deutschland bezüglich Demografie, Erwerbstätigkeit, finanzieller Situation, Gesundheit und anderen Bereichen wie Wohnen, Freizeitaktivitäten und ehrenamtlichem Engagement. Die Statistiken werden durch zahlreiche Vergleiche innerhalb der Europäischen Union ergänzt. mehr >>

Alterung der Bevölkerung durch aktuell hohe Zuwanderung nicht umkehrbar

destatis_Logo Die aktuelle hohe Zuwanderung hat nur sehr eingeschränkte Auswirkungen auf die langfristige Bevölkerungsentwicklung. Sie schlägt sich vor allem im kurzfristigen Anstieg der Bevölkerungszahl nieder. Der Trend zur zunehmenden Alterung der Bevölkerung kann dadurch nicht umgekehrt werden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wird der aktuelle Altersaufbau die Bevölkerungsentwicklung in den nächsten drei Jahrzehnten voraussichtlich stärker prägen als der Saldo der Zuzüge nach und Fortzüge aus Deutschland. Durch eine hohe Nettozuwanderung können jedoch das Tempo und das Ausmaß der Alterung gemindert werden. www.destatis.de

Demografische Entwicklung in Niedersachsen

LSN_Statistisches-Landesamt-Nds_LogoZum 31.12.2014 waren in Niedersachsen 7,82 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner bei den Meldebehörden gemeldet. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, entspricht dies im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme in Höhe von 0,5 %. Den höchsten Wert hatte die Bevölkerungszahl in Niedersachsen im Sommer 2005 mit über 8,0 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern erreicht. In den folgenden fünf Jahren waren Bevölkerungsverluste registriert worden, seit 2011 steigt die Bevölkerungszahl in Niedersachsen wieder an. mehr >>

8. Integrationsgipfel | Gesundheit und Pflege in der Einwanderungsgesellschaft

Beim 8. Integrationsgipfel der Bundesregierung im Schwerpunktjahr "Gesundheit und Pflege in der Einwanderungsgesellschaft" diskutierte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig im November 2015 über die Herausforderungen in der Altenpflege. Es müsse erreicht werden, dass Angehörige über die individuellen Hilfeangebote besser informiert sind - unabhängig von ihrem kulturellen oder religiösen Hintergrund, betonte die Ministerin. mehr >>

Weiterentwicklung der Demografiestrategie

Die Bundesregierung hat die Weiterentwicklung ihrer Demografiestrategie aus dem Jahr 2012 als Unterrichtung (18/6021) vorgelegt. Darin wird darauf verwiesen, dass seit mehr als 40 Jahren Frauen in Deutschland, statistisch gesehen, rund 1,4 Kinder zur Welt bringen. Jede Elterngeneration werde nur zu zwei Dritteln durch die nachfolgende Kindergeneration ersetzt. Daneben steige die Lebenserwartung in Deutschland seit mehr als 50 Jahren kontinuierlich. So hätten Männer seit 1960 im Durchschnitt 10,8 und Frauen 10,4 Jahre an Lebenserwartung gewonnen. mehr >>

Rahmenplan geschlechtergerechtes Niedersachsen | Begleitung des demografischen Wandels als Aufgabe

Die Niedersächsische Landesregierung hat im September 2015 den "Rahmenplan geschlechtergerechtes Niedersachsen" vorgelegt. Die Ministerien und die Staatskanzlei haben ausgewählte politische Vorhaben auf Geschlechtergerechtigkeit geprüft, die Ergebnisse zusammengefasst und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufgelistet. Die Begleitung des demografischen Wandels mit Blick auf die unterschiedlichen Auswirkungen auf Frauen und Männer, zum Beispiel beim öffentlichen Nahverkehr in einwohnerschwachen Regionen, bei Altersarmut oder bei der Bewältigung des Fachkräftemangels gehören zu den zentralen Aufgaben, erläuterte Gleichstellungsministerin Cornelia Rundt. Die Besonderheit des Rahmenplans liege darin, dass die Vorhaben im Dialog mit den niedersächsischen Frauenverbänden entwickelt und dabei jeweils geschlechterspezifische Aspekte in den Mittelpunkt gestellt worden seien. www.stk.niedersachsen.de

Zukunftsforum stellt Beispiele guter Praxis vor

Das Zukunftsforum Niedersachsen hat eine Sammlung bewährter Beispiele guter Praxis für den demografischen Wandel in Niedersachsen in einer Datenbank veröffentlicht. Abrufbar sind Beispielprojekte, die dazu beitragen, den Herausforderungen des demografischen Wandels in Niedersachsen zu begegnen. Es handelt sich dabei sowohl um vor Ort praktizierte und bewährte Vorhaben als auch um neu initiierte Projektideen aus den Handlungsfeldern "Bildung und Mobilität im demografischen Wandel". www.stk.niedersachsen.de

Niedersachsen | Bis 2060 sinkt die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner um bis zu 20 Prozent

Niedersachsens Bevölkerungszahl wird nach heutigen Daten bis Ende 2060 von zurzeit 7,79 Mio. auf 6,68 Mio. oder sogar 6,22 Mio. zurückgehen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, wird die Stärke der Zuwanderung das Ergebnis maßgeblich beeinflussen. Diese Zahlen sind das Ergebnis der 13. zwischen den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung. Entsprechende Daten liegen jetzt für alle Länder vor. mehr >>

Zukunftsforum Niedersachsen

Zukunftsforum-Niedersachsen_Demografie-Kongress_100pxDer Niedersächsische Ministerpräsident hat im Vorfeld des Demografiekongresses im Februar 2014 in Hannover 34 Mitglieder des Demografiebeirates der Landesregierung - das "Zukunftsforum Niedersachsen" - ernannt. Die berufenen Expertinnen und Experten kommen aus Wissenschaft und Wirtschaft, von Kirchen und Religionsgruppen, Sozial-, Frauen- und Jugendverbänden und den kommunalen Spitzenverbänden und weiteren Bereichen. mehr >>

Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen

HSBN-2015_kurzMit der sechsten Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) legt das Niedersächsische Sozialministerium erneut Zahlen zu Armut und prekären Lebenslagen vor. Zum zweiten Mal wird dieser Armutsbericht durch einen Anlagenbericht der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW) ergänzt. Die zwischen dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und dem Landesamt für Statistik Niedersachsen vereinbarte Berichterstattung wird seit 2009 entwickelt und kontinuierlich fortgeführt. www.sozialberichterstattung-niedersachsen.de

Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung bis 2060

Ein Bevölkerungsrückgang ist in Deutschland auf lange Sicht unvermeidbar. Das zeigt die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung bis zum Jahr 2060, die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) vorgestellt wurde. Die Bevölkerungszahl von 80,8 Millionen Menschen im Jahr 2013 wird je nach Ausmaß der angenommenen Nettozuwanderung voraussichtlich noch 5 bis 7 Jahre steigen und anschließend abnehmen. Im Jahr 2060 wird die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner 67,6 Millionen bei schwächerer Zuwanderung und 73,1 Millionen bei stärkerer Zuwanderung betragen. mehr >>

Die soziale Situation in Deutschland

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) stellt auf Ihrer Website aktuelle Zahlen und Fakten zur Sozialen Situation in Deutschland zur Verfügung. Das Online-Angebot bietet zu den Themenbereichen Familie und Kinder, Migration und Bildung, Erwerbstätigkeit und Gesundheit auch Materialien zur Bevölkerung in Deutschland. Wie sind die sozialen Aufgaben in Deutschland verteilt? Und für welche Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft müssen Lösungen gefunden werden? Themengrafiken veranschaulichen Zahlen und Fakten, Downloads von Kapitel und Tabellen bieten umfassende Informationen. Zum Thema Bevölkerung gibt es u.a. Materialien zum Demografischen Wandel, zur Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur, zu Geburten und Lebensformen. Das Online-Angebot finden Sie auf der Website der bpb unter Nachschlagen >Zahlen und Fakten.

Online-Handbuch Demografie

Das Online-Handbuch Demografie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung:

  • Grundbegriffe von Bevölkerungswissenschaft und Bevölkerungsgeografie;
  • die historische und aktuelle Entwicklung der Bevölkerung weltweit, in Europa und in Deutschland;
  • Ursachen und Konsequenzen demografischer Entwicklungen.